Rezension: Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern - Marissa Meyer

Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg,
zogen ihr einen alten grauen Kittel an und
gaben ihr hölzerne Schuhe.

Titel: Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Originaltitel: The Lunar Chronicles 1: Cinder
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
Genre: Märchenadaption, Science-Fiction, Fantasy
Reihe: Die Luna-Chroniken:
1. Wie Monde so silbern (Cinder)
2. Wie Blut so rot (Scarlet)
3. Wie Sterne so golden (Cress)
4. (Winter eng., erscheint 2015 in den USA)











Erster Abschnitt: Die Schraube in Cinders Fußgelenk war verrostet, der Schlitz zur Mulde zermalmt.




Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh … 
(Quelle: amazon.de)




Man befindet sich in Neu-Peking, das nun 126 Jahre nach dem Vierten Weltkrieg von Letumose, der ,,Blauen Pest" befallen ist, einer tödlichen Krankheit. Auch das Königshaus bleibt nicht verschont und so muss Prinz Kaito (oder kurz Kai) mit ansehen, wie sein Vater Kaiser Rikan an der ,,Blauen Pest" erkrankt.
Cinder hat auch schon Erfahrungen mit der Letumose gemacht: Der Mann, der sie adoptiert hat, ist an der Krankheit verstorben und nun lebt Cinder bei ihrer Stiefmutter Adri und ihren zwei Töchtern Peony und Pearl. Adri macht Cinder für den Tod ihres Mannes verantwortlich und so wird Cinder schlecht behandelt und muss hart als Mechanikerin arbeiten, um den Unterhalt der Familie zu verdienen. Dabei verbirgt sie aber, dass sie ein Cyborg ist, da diese in der Gesellschaft nicht besonders angesehen sind. Relativ schnell trifft sie auf Prinz Kai, der undercover die defekte köngliche Androidin zur Reparatur vorbei bringt. Er kann dabei nicht auf die königlichen Mechaniker zurückgreifen, da die Androidin Aufzeichnungen größter Wichtigkeit gespeichert hat. Schnell beginnt Kai Cinder gern zu haben und auch umgekehrt ist das der Fall, wobei Cinder unter allen Umständen versucht, zu verbergen, dass sie ein Cyborg ist.
Kai hat unterdessen auch noch weitere Probleme, denn der Besuch von Königin Levana, der Königin der Lunarier, die auf dem Mond wohnen und von den Erdbewohnern wegen ihrer Kräfte gefürchtet werden, steht an und diese äußert die Absicht, Prinz Kai heiraten zu wollen.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Cinder geschrieben, es gibt aber auch Kapitel aus der Sicht von Kai, die Cinders Erzählungen der Lage gut ergänzen, da Kai eher eine politische Sicht auf die Dinge hat.

Schnell wird klar, dass es sich bei diesem Buch um eine Märchenadaption von Aschenputtel mit Science-Fiction und Fantasy-Elementen handelt. Diese werden so gekonnt miteinander verbunden, dass man gar nicht merkt, wie schnell man schon am Ende des Buches angekommen ist . Das kann aber natürlich auch an dem tollen Schreibstil der Autorin liegen, die ein großes Talent dafür hat, einem das Gefühl zu geben, sich mitten in der Geschichte zu befinden. Die Geschichte hat zwar Parallelen zu Aschenputtel, einige Sachen wurden aber auch verändert. So haben Cinder und Peony -eine der Stiefschwestern- zum Beispiel ein gutes Verhältnis zueinaner. Die einzelnen Abschnitte des Buches werden mit ein oder zwei Sätzen des Originalmärchens eingeleitet.

Die Charaktere machen tolle Entwicklungen durch. Man durchlebt zusammen mit Kai, wie er lernt Kaiser zu werden und endeckt zusammen mit Cinder neue Seiten an ihr. Ich konnte die Charaktere sofort ins Herz schließen.

Die Autorin hat ein großes Talent dafür überraschende Wendungen einzubauen, sodass die Spannung konstant vorhanden war und immer mehr anstieg und am Ende in einem spannenden und actionreichen Finale explodierte. Aber auch danach ist die Spannung noch da, denn Cinders Geschichte ist ja noch nicht zu Ende.

Das Cover ist traumhaft schön. Das silber-schwarze Muster sieht sehr edel aus und der Titel wird vorteilhaft hervorgehoben. Ich musste zwei Mal hinsehen um zu erkennen, dass das Muster aus Schuhen besteht, was natürlich, da es sich um eine Geschichte angelehnt ans das Märchen Aschenputtel handelt, sehr passend und authentisch ist.




Wow! Ich bin begeistert. Ich habe großen Respekt vor der Autorin, denn obwohl es sich um eine Anlehnung an ein Märchen handelt und man so schon grob weiß, was passiert, hat es die Autorin immer wieder geschafft mich zu überraschen.
Die Protagonisten sind top, der Schreibstil ist toll und auch das Setting gefällt mir sehr gut. Ich bin absolut überzeugt! Unbedingt lesen!
Deswegen gibt es von mir 5 von 5 Traumtänzerinnen:


























Die US-amerikanische Schriftstellerin Marissa Meyer wurde in Tacoma, im Bundesstaat Washington geboren, wo sie auch heute mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen lebt. Bereits in ihrer Kindheit träumte sie davon, einmal vom Schreiben leben zu können und begann in ihrer Jugend, Sailor Moon Fanfiction zu verfassen. Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen und hat im Anschluss an ihren Highschool-Abschluss Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert. Im Dezember 2013 erscheint in Deutschland ihr Debütroman, der gleichzeitig der erste von vier Bänden der "Luna-Chroniken" ist.
Quelle: lovelybooks.de)

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