(Rezension) Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt von Kristina Günak


Titel: Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt┊Autorin: Kristina Günak┊Verlag: Lyx VerlagSeitenanzahl: 288┊ Reihe?: Einzelband┊ Erscheinungstermin: 24. April 2017┊ ISBN: 978-3736304659 ┊ Meine Wertung: 4/5┊

Das habe ich jetzt von meiner großen Klappe.

Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben - und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim - und sich - abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält.
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Als absolutes Organisationstalent bekommt Bea kurzerhand die Aufgabe, den übellaunigen Bestseller-Autor Tim Bergmann auf Lesereise zu begleiten. Tim - bekannt für sein schlechtes Benehmen und seine einschüchternde Art - ist nämlich für den Roderich-Literaturpreis nominiert und so die letzte Chance den kleinen Königsstein-Verlag zu retten. Während der vierwöchigen Lesereise ist es also Beas Aufgabe, den gutaussehenden Autor bei Laune zu halten, pünktlich zu Terminen zu begleiten und gleichzeitig das Publikum zu animieren, für sein Buch abzustimmen. Als hätte sie damit nicht schon alle Hände voll zu tun, fängt nun auch noch ihr Herz an, in Tims Nähe verrückt zu spielen. Denn Tim und Bea verbindet mehr, als die beiden für möglich gehalten hätten.


Eine Liebesgeschichte, die in der Buchbranche angesiedelt ist? Klingt für mich als Buchliebhaberin absolut perfekt. Denn neben den ganz großen Gefühlen spielt in diesem Buch auch die Rettung des Königsstein Verlags eine große Rolle, so dass man als Leser hinter die Kulissen des Verlagslebens schauen und alles Haut nah miterleben darf. Durch diese zwei verschiedenen Handlungsstränge wird Abwechslung in die Geschichte gebracht, so dass es nie zu Langeweile kommt. 
Doch im Hauptfokus liegt natürlich die Liebesgeschichte, die mit viel Humor und Charme erzählt wird. Durch die finstere Vergangenheit der beiden Protagonisten bekommen sowohl die Charaktere als auch die Handlung mehr Tiefe, als man es von so einer locker-leichten Liebesgeschichte zuerst erwartet hätte. Doch genau diese diese Mischung aus Humor, Gefühl und Ernsthaftigkeit hat mir hier so sehr gefallen.

Trotz einiger Klischees mochte ich beide Protagonisten wirklich sehr. Bea ist die fleißige Arbeitsbiene, die für jeden und alles Verantwortung übernimmt und immer alles unter Kontrolle hat, während Tim so ziemlich das genaue Gegenteil darstellt: Schlecht gelaunt, chronisch unpünktlich und immer verplant. Doch genau weil sie so verschiedenen sind, passen sie auch so gut zusammen. Es heißt schließlich nicht umsonst: Gegensätze ziehen sich an. :D
Durch Tim lernt Bea, dass es auch mal in Ordnung ist, Nein zu sagen und zuerst an sich selbst zu denken. Tim dagegen legt nach und nach seinen Panzer ab und zeigt, dass auch er eine weiche Seite in sich trägt. 
Die Beziehung entwickelt sich in einem langsamen gemächlichen und eben dadurch glaubhaften Tempo. Beide Protagonisten haben auf der gemeinsamen Lesereise Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen zueinander aufzubauen.

Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin trägt den Leser schnell durch die Geschichte. Die Autorin hat mit ihrem Humor genau meinen Geschmack getroffen und mich so ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht.
Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt ist eine charmante Liebesgeschichte mit mehr Tiefe und Ernsthaftigkeit als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Trotz einiger Klischees konnte mich sowohl die Handlung als auch die Protagonisten von sich überzeugen. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Traumtänzerinnen:

Kristina Günak lebt und arbeitet im Norden von Deutschland. Nachdem sie als Maklerin lange Zeit Häuser verkauft hat, verdient sie ihre Brötchen jetzt als Mediatorin und systemischer Coach. Für alles was sie tut, braucht sie Worte. Mal viele, mal wenige, mal blumige, mal klare Worte. Denn ob man Häuser verkauft, mit Menschen arbeitet oder Bücher schreibt: ohne die richtigen Worte geht gar nichts. Und zu ihrem großen Glück bestehen Bücher nahezu ausschließlich aus Worten. In diesem Sinne ... es lebe das Wort! "Eine Hexe zum Verlieben" ist der Auftakt der Elionore Brevent Serie. Weitere Bücher sind unter ihrem Pseudonym Kristina Steffan im Diana Verlag erschienen. Mehr Information unter www. kristina-guenak.de.
Quelle: Lovelybooks 

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